Wurzelkanalbehandlung

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Zahnschmerzen kennt vermutlich jeder. Doch es gibt Abstufungen. Beginnt ein Zahn nahezu unerträglich scheinende Schmerzen zu verursachen, wird oft eine Wurzelkanalbehandlung notwendig. Was genau das ist, wie die Behandlung abläuft, welche Vor- und Nachteile sie hat, und mit welchen Kosten dafür zu rechnen ist, ist hier zu erfahren.

Diese Art der Zahnbehandlung wird als Alternative zum Zahnverlust genannt. Behandelt wird dabei das Innere eines entzündeten oder abgestorbenen Zahns. Die Bakterien, die vorab zur Schädigung des Zahns geführt haben, werden entfernt, und der Zahn wieder funktionstüchtig gemacht. Wird auf die Behandlung verzichtet, muss der Zahn über kurz oder lang gezogen werden. Eine Wurzelkanalbehandlung verlängert also die Lebensdauer geschädigter Zähne.

Die Behandlung empfiehlt sich für alle, die an einer Zahnwurzelentzündung leiden, die die Zahnsubstanz so stark angreift, dass der Zahn nicht mehr anders gerettet werden kann. Der Grund für eine solche Entzündung ist meist unentdeckter oder unbehandelter Karies, der sich ausgebreitet hat. Die Kariesbakterien zerstören die Zahnsubstanz und arbeiten sich immer weiter ins Innere des Zahns vor. Erreichen die Bakterien das im Inneren des Zahns liegende Zahnmark, auch Pulpa genannt, ist es nur noch ein kleiner Schritt bis auch der vom Zahnmark geschützte Zahnnerv, mitsamt kleiner dort liegender Blutgefäße, geschädigt wird. Auch nach Zahnunfällen kann eine Wurzelbehandlung ratsam sein. Zum Beispiel, wenn ein Zahn nach einem Fahrradsturz oder einem Zusammenstoß beim Sport abbricht. Dann liegt der Zahnnerv oftmals offen und sollte behandelt werden, um Folgeschäden zu vermeiden.

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Welche Kosten entstehen bei einer Wurzelkanalbehandlung?

Die Kosten belaufen sich pro Zahn auf etwa 200 bis 1.000 Euro. Wie hoch die Kosten tatsächlich sind richtet sich nach der eingesetzten Behandlungsmethode und dem Aufwand. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt nur Kosten, wenn der Zahn, aus deren Perspektive, erhaltungswürdig ist. Würde etwa der Zahn – mit oder ohne Behandlung – in Kürze sowieso gezogen werden müssen, werden keine Kosten übernommen. Auch bei Backenzähnen kann sich die Kasse quer stellen, besonders wenn der Patient bereits ein lückenhaftes Backengebiss hat. Die Expertise erstellt der Zahnarzt und muss diese an die Kasse weiterreichen. Beteiligt sich die Kasse, zahlt sie einen Festzuschuss von rund 300 Euro. Den Rest müssen Patienten selbst aufzahlen. Private Zahnzusatzversicherungen können dann einspringen. In der Regel übernehmen sie die Komplettkosten inklusive Zusatzleistungen. Zusatzleistungen beziehen sich auf den Einsatz spezieller nicht obligatorischer Behandlungsmethoden. Zum Beispiel auf den Einsatz von eines Operationsmikroskops oder elektrophysikalisch-chemischer Spülungen, die die Zahnkanäle besonders eingehend reinigen und desinfizieren.

Ablauf der Behandlung

Eine Wurzelkanalbehandlung kann erst beginnen, wenn die Entzündung abgeklungen ist. Gegebenenfalls erhält der Patient zunächst Antibiotika, um überhaupt mit der Behandlung starten zu können. Hat der Zahn sich beruhigt werden die Behandlungstermine vereinbart. Zunächst erhält der Patient eine örtliche Betäubung. Dann wird der Zahn angebohrt, um den Entzündungsherd erreichen zu können. Wenn die Wurzelkanäle frei liegen säubert der Zahnarzt das in den Kanälen liegende Zahnmark. Ein vorab angefertigtes Röntgenbild hilft ihm den Umfang des Aufwandes einzuschätzen und die Lage des Bakterienbefalls zu erkennen. Ziel ist es das komplette abgestorbene Gewebe im Zahnmark zu entfernen. Benutzt werden dabei biegsame Feilen, die an Nadeln erinnern. Der Zahnarzt spült die Wurzelkanäle dabei immer wieder aus, damit sie feucht bleiben, und desinfiziert sie. Zum Ende des ersten Behandlungstermins wird der Wurzelkanal mit einer Desinfektionslösung gefüllt und der Zahn mit einer provisorischen Füllung verschlossen. Beim nächsten Termin wird diese wieder entfernt, und der Vorgang des ersten Termins wiederholt sich. Diesmal liegt der Fokus darauf jeden Wurzelkanal so zu erweitern, dass er eine Wurzelfüllung aufnehmen kann. Aus dem Kanalinneren wird ein Röntgenbild angefertigt, um zu sehen, wie viel Füllmaterial am Ende für die Wurzelfüllung benötigt wird. Dann wird zunächst die Wurzelfüllung eingebracht, und danach der geöffnete Zahn ebenfalls mit einer Füllung versehen und wieder verschlossen. Das kann bereits als Behandlung genügen. In einigen Fällen wird der Zahn überkront, was einige Monate nach den beiden ersten Behandlungen geschieht.

Die Vorteile einer Wurzelbehandlung sind in erster Linie ästhetischen und finanziellen Charakters. Der Zahn wird dadurch erhalten, was meist günstiger ist als Zahnersatz. Eigene Zähne wirken optisch zudem meist schöner als Ersatz. Der so erhaltene Zahn kann später zudem wichtig werden, wenn Stützzähne für eine Brücke benötigt werden. Natürlich ist eine Wurzelbehandlung, selbst, wenn die Kasse einen Teil der Kosten übernimmt, nicht für jeden erschwinglich. Je jünger der Patient ist, desto wahrscheinlicher ist es auch, dass die Behandlung irgendwann wiederholt werden muss. In etwa 50 Prozent aller Fälle ist irgendwann eine Folgebehandlung nötig. Wer zudem Angstpatient ist wird einer Wurzelbehandlung eventuell skeptisch gegenüber stehen, da sie doch recht viel Aufwand mit sich bringt.

Welche Risiken gibt es bei einer Wurzelkanalbehandlung?

Wie bei allen medizinischen Eingriffen, gibt es auch bei einer Wurzelbehandlung einige Risiken. Nicht jede Wurzelbehandlung gelingt. Unter Umständen muss auch ein wurzelbehandelter Zahn verloren gegeben und gezogen werden. Meist liegen die Gründe für ein komplettes Scheitern in speziellen anatomischen Verhältnissen des Zahns, die der Zahnarzt nicht meistern kann. Auch kann es, in seltenen Fällen, vorkommen, dass Behandlungsinstrumente im Wurzelkanal abbrechen. Verletzungen an Nerven und Kieferhöhlen kamen ebenfalls schon bei dieser Zahnbehandlung vor. In Einzelfällen können durch die Behandlung auch umliegende gesunde Zähne beschädigt werden. Im Anschluss an die Behandlung sind Schmerzen und Schwellungen möglich. Auch kann die Zahnbehandlung Blutungen oder Infektionen verursachen. Gelegentlich verfärben sich wurzelbehandelte Zähne in der Folge der Behandlung. Der Grund dafür können verschiedene Stoffwechselprodukte oder Eisenablagerungen des Blutes sein, die sich absetzen. Das beeinträchtigt die Funktionstüchtigkeit des Zahns in keinster Weise, kann jedoch optisch sehr störend wirken. Es gibt die Möglichkeit den Zahn durch den Zahnarzt aufhellen, und in seiner Schattierung den anderen anpassen zu lassen.

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