Wurzelfüllung

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Eine Wurzelfüllung (auch Wurzelkanalfüllung genannt) wird als Maßnahme zum Erhalt eines Zahnes angewendet. Das Eindringen von Bakterien wird durch das Verschließen der Zahnwurzel mit geeigneten Materialien verhindert und damit schwerwiegende entzündliche Prozesse vermieden.

Stoffwechselprodukte von Bakterien können den menschlichen Körper in seiner Ganzheit beeinträchtigen und zu einer Knochenmarkentzündung (Bereich Wurzelspitze) führen.

Für eine Wurzelfüllung (WF) werden verschiedene Verfahren angewendet. Bewährt hat sich bis zum jetzigen Zeitpunkt die sogenannte thermoplastische WF.

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Welche Kosten entstehen bei einer Wurzelfüllung?

Die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) und Privaten Krankenversicherungen (PKV) bezahlen eine Wurzelkanalbehandlung (teilweise) unter folgenden Bedingungen:

  • Die Wurzelkanalbehandlung ist die einzige Form, um den Zahn zu retten
  • weitere von der jeweiligen GKV bzw. PKV abhängige Kriterien

Methoden, die privat bezahlt werden müssen:

  • OP-Mikroskop bei schwerer Zahnanatomie
  • elektronische Wurzelkanal-Längenmessung
  • spezielle Spülungen zur Wurzelkanal-Desinfektion
  • Materialien zur Wurzelkanalauffüllung, die thermisch erwärmt sind

Hinweis: Privat versicherte Patienten sollten sich bei WF über die vertraglichen Inhalte informieren. Schätzungsweise fallen Kosten in Höhe von 280 Euro bis 650 Euro an, die von einigen Versicherungen sogar vollständig übernommen werden.

Wer sollte eine Wurzelfüllung durchführen lassen?

Grundsätzlich sollten alle Menschen, die unter anhaltenden Zahnschmerzen leiden, einen Zahnarzt aufsuchen. Entzündliche und schmerzhafte Prozesse im Bereich der Zahnwurzel, die durch eine Zahnfraktur, Karies oder ein Behandlungstrauma hervorgerufen wurden, können zum Absterben des Zahnes führen.

Die Diagnose einer Infektion der Zahnwurzel wird meistens mittels Röntgen als festgestellt. Die Ausbreitung der Infektion wird im Rahmen einer Wurzelbehandlung durch das Entfernen der Entzündung im Wurzelkanalsystem verhindert. Im Anschluss findet dann die eigentliche WF statt.

Das Füllmaterial sollte sich in allen Wurzelkanälen und Verästelungen bis zur Wurzelspitze verteilen. Je nach Patient differiert die Anzahl der Wurzelkanäle. Daher wird pauschal das Füllmaterial etwa 3 Millimeter in den Wurzelkanal eingegeben, so dass möglichst der gesamte Wurzelkanal mitsamt Verästelungen abgeschlossen wird.

Wie sieht der Ablauf einer Wurzelfüllung im Rahmen einer Wurzelbehandlung aus?

Eine Zahnwurzelbehandlung wird minimalinvasiv durch eine örtliche Betäubung schmerzfrei durchgeführt. Es werden dafür in der Regel zwei Behandlungstermine angesetzt.

Zunächst wird durch die Zahnkrone ein Zugang zum Wurzelkanalsystem hergestellt.
Dann wird ein sogenannter Kofferdam gelegt. Dabei handelt es sich um ein Gummituch, das über den Zahn gestülpt wird und das Zahninnere vor Bakterien schützt.

Nun erfolgt die Aufbereitung der Wurzelkanäle, die mit winzigen und beweglichen Handfeilen (ca. sechs hundertstel Millimeter Durchmesser) generiert wird.

Es folgen ausführliche Spülungen der Wurzelkanäle, das Einbringen eines Medikaments zur Entfernung aller Bakterien aus dem Wurzelkanalsystem und dem provisorischen Verschluss des Zahnes, was den Abschluss des ersten Behandlungstermins darstellt.

Der zweite Behandlungstag fokussiert die eigentliche WF. Das Wurzelkanalsystem wird durchgespült und ausgeformt. Der hermetische Verschluss des Wurzelkanalsystems wird mit verträglichem Zement und Naturmaterial getätigt.

Bei einer retrograden WF wird der Restzahn von der Wurzelseite aus aufgefüllt. Diese Art der WF kommt infrage, wenn der Wurzelkanal nicht von der Richtung der Zahnkrone verschlossen werden kann. Neben der Wurzelspitzenresektion, auf die wir später noch eingehen werden, ist die retrograde WF ein bewährtes Mittel zur Erhaltung eines Zahns.

Um die Länge und Dichte der WF zu kontrollieren, werden mindestens zwei Röntgenkontrollaufnahmen nach der Wurzelkanalbehandlung gemacht.

Welche Vor- und Nachteile hat eine Wurzelfüllung?

Vorteile

  • Erhaltung und Verankerung des problematischen Zahnes
  • Natürliches Aussehen des Zahnes, als eine künstliche Variante
  • WF ersetzt in vielen Fällen einen Zahnersatz

Nachteile

  • nach einer Wurzelbehandlung können manchmal Schwellungen und Schmerzen aufkommen
  • Infektionen bzw. Entzündungen
  • Blutungen
  • Schädigungen benachbarter Zähne
  • Verletzungen von Knochen, Nerven und Muskeln
  • Verlust des behandelten Zahnes

Welche Risiken sind mit einer Wurzelbehandlung verbunden?

Viele Risiken sind bereits bei den Nachteilen einer WFangedeutet worden. Insbesondere sind mehrtägige Schmerzen und Schwellungen nicht zu unterschätzen. Sie sollten nach der ersten Behandlung zunächst abklingen. In einigen Fällen müssen die Wurzelkanäle nachbehandelt werden.

Wenn eine Entzündung nach einer Wurzelkanalfüllung nicht verschwindet, kann eine Wurzelspitzenresektion (WSR) helfen. Dabei wird unter einer örtlichen Betäubung der Zahnbereich freigelegt und entzündetes Gewebe entfernt. Abschließend wird die Wurzelspitze abgetrennt.

Eine dunkle Verfärbung des behandelten Zahnes kann mit „optischen Unpässlichkeiten“ einhergehen und eine Aufhellung des Zahnes vonseiten des Patienten notwendig machen.

Wurzelbehandlungen können immer mit Komplikationen verbunden sein. Der behandelte Zahn ist allerdings fast immer spröde und sollte nach einem halben Jahr überkront werden. Diese Maßnahme beugt effektiv möglichen Frakturen vor.

Wie sieht die Nachsorge nach einer Wurzelbehandlung aus?

  • Zweimal im Jahr Kontrolltermine mit dem Zahnarzt vereinbaren, um eventuelle Schädigungen rechtzeitig zu erkennen. In diesem Rahmen werden auch Röntgenbilder angefertigt, um den Rückgang der Knochenmarkentzündung zu kontrollieren. Außerdem wird die Neubildung von Knochengewebe (um die Wurzelspitze herum) begutachtet.
  • alle zwei Jahre sollten Röntgenbilder der Zähne gemacht werden
  • Zähne, die mit einer Krone bestückt oder restauriert werden sollen, müssen zunächst auf ihren Zahnhalteapparat und Zahnwurzel untersucht werden. Die Lebensdauer der Zähne ist entscheidend davon abhängig, in welchem Zustand das „Zahnfundament“ ist.
  • steht in naher Zukunft ein Zahnimplantat an, dient eine solide WF dem Knochenerhalt. Eine gesunde und stabile Knochensubstanz gilt als idealer Träger eines Implantates.

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